Datenmodell

Ein Datenmodell ist ein abstraktes Modell, das Information bzw. Datenelemente organisiert und ihre Beziehung zueinander standardisiert.

So kann ein Datenmodell beispielsweise festlegen, dass das Datenelement, das den Umsatz eines Unternehmens beschreibt, aus einer Reihe untergeordneter Elemente zusammengesetzt ist, die wiederum die verkauften Produkte, Kundenregionen, Mengen und Preise repräsentieren.

Der Begriff Datenmodell kann sich auf zwei unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene Konzepte beziehen. Manchmal bezieht er sich auf eine abstrakte Formalisierung der Objekte und Beziehungen, die ein bestimmter unternehmerischer Prozess beinhaltet: z.B. die Kunden, Produkte und Aufträge, Preise und Kosten, die für eine Organisation relevant sind. Weiterhin bezieht sich das Datenmodell auf Kontextinformationen und Eigenschaften, die den z.B. die Verknüpfung von Daten erlauben (Beispiel: Adresse des Kunden – Branche des Kunden – Ergebnis der Bonitätsprüfung). So lassen sich Daten aus unterschiedlicher Herkunft über ein gemeinsames Merkmal miteinander (hier: Kundennummer) in einem Datenmodell verknüpfen und auswerten.

Ein Datenmodell legt die Struktur der Daten explizit fest. Datenmodelle werden in einer Datenmodellierungsdokumentation spezifiziert, die häufig grafisch dargestellt wird. In so einer Spezifikation wird auch häufig die Beziehung von Daten beschrieben (Bsp. Produkt A gehört zu Produktgruppe „001“)

Ein Datenmodell kann manchmal auch als Datenstruktur bezeichnet werden, insbesondere im Zusammenhang mit Programmiersprachen. Datenmodelle werden häufig durch Funktionsmodelle ergänzt, insbesondere im Kontext von Unternehmensmodellen.

Die Verwaltung großer Mengen von strukturierten und unstrukturierten Daten ist eine primäre Funktion von Informationssystemen. Datenmodelle beschreiben die Struktur, die Zusammensetzung und die Integritätsaspekte der Daten, die in Datenmanagementsystemen wie z.B. relationalen Datenbanken gespeichert sind. Sie beschreiben typischerweise weniger unstrukturierte Daten, wie z.B. Textverarbeitungsdokumente, E-Mail-Nachrichten, Bilder, digitales Audio und Video.

Das Hauptziel von Datenmodellen ist es, die Entwicklung von Informationssystemen durch die Definition und das Format von Daten zu unterstützen und dadurch die Kompatibilität der Daten erreicht werden. Wenn die gleichen Datenstrukturen zur Speicherung und zum Zugriff auf Daten verwendet werden, können verschiedene Anwendungen, Kunden, Lieferanten und sonstige Beteiligte Daten gemeinsam nutzen und austauschen.

In der Praxis werden regelmäßig zwei verschiedene Arten von Datenmodellen beschrieben:

  1. Konzeptionelles Datenmodell: beschreibt Umfang, Art und Zweck der einbezogenen Daten. Dies kann z.B. ein grafische Darstellung eines Prozesses sein oder eines Werteflusses sein. Dieses besteht aus Dimensionen, die später auswertbar sein sollen und regelt die Beziehungen der Datenelemente untereinander.
  2. Logisches Datenmodell: übersetzt das konzeptionelle Datenmodell mit Hilfe einer standardisierten Programmiersprache. Diese besteht u.a. aus Beschreibungen von Tabellen und Spalten, Kennzahlen.

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  • Kategorie: Glossar
  • Thema: Business Intelligence & Analytics
  • Titel: Datenmodell

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