Glossar mit Fachbegriffen zum Thema E-Commerce und Digitaler Handel

Der Onlinehandel boomt weltweit, allein in Deutschland wächst der private Konsum im Jahr zwischen 4-5 Milliarden Euro. E-Commerce ist zu einem wichtigen Geschäftsmodell für selbständige Händler und Gründer geworden. Hier stellen wir eine Sammlung wesentlicher Begriffe und Terminologie zum Thema E-Commerce vor, um Diskussionen und Fachbeiträge besser zu verstehen. Fehlt etwas? Wir freuen uns über Anmerkungen und Ergänzungen!

Ein „A/B-Test“ (auch Bucket-Test oder Split-Run-Test) ist Begriff aus der Statistik und bedeutet ein randomisiertes Experiment mit zwei Varianten, A und B. Er umfasst die Anwendung und Vergleich zweier Hypothesen bzw. Alternativen. Der A/B-Test ist eine Möglichkeit, zwei Versionen einer einzelnen Variablen zu vergleichen, indem man typischerweise die Reaktion eines Probanden auf Variante A gegen Variante B testet und bestimmt, welche der beiden Varianten effektiver bzw. erfolgreicher ist.

Business-to-Business ("B2B") ist ein Geschäftsmodell, in der ein Unternehmen mit einem anderen Unternehmen (und nicht mit einer Privatperson bzw. einem Endverbraucher) ein Handelsgeschäft tätigt.  Dies tritt typischerweise dann auf, wenn ein Unternehmen Materialien für seinen Produktionsprozess beschafft (z.B. die Lieferung von Gummi an einen Reifenhersteller; ein Architekturbüro welches eine Buchhaltungsfirma mit der Prüfung seiner Finanzen beauftragt; oder ein Getränkeimporteur, der einem Supermarkt Getränke liefert).

Ein Blog (eine Abkürzung von "Weblog", übersetzt „Logbuch aus dem Internet“) ist eine im World Wide Web veröffentlichte Diskussions- oder Informationsseite, die aus persönlichen, oft informellen Texteinträgen (Posts) im Tagebuch-Stil verfasst ist. Im Gegensatz zu klassischen Medien bauen Blogger (=Betreiber eines Blogs) oft auch soziale Beziehungen zu ihren Lesern und anderen Bloggern auf. Blog kann auch als Verb („blogging“) verwendet werden, also die Pflege oder das Hinzufügen von Inhalten zu einem Blog.

Call-to-Action (CTA) (auf Deutsch etwa „Aufforderung zum Handeln“) ist ein Marketingbegriff, der in der Werbung und im Vertrieb verbreitet ist und eine „direct response“ (also unmittelbare Handlung) zum Ziel hat. CTA bezieht sich auf Initiativen, die zu einer sofortigen Reaktion von potentiellen Kunden oder einen spontanen Verkauf führen sollen. Eine CTA bezieht sich meist auf die Verwendung von Keywords oder Phrasen, die in Verkaufsskripte, Werbebotschaften oder Webseiten eingebunden werden können und die Verbraucher zum sofortigen Handeln anregen.

Der “Checkout-Prozess” beschreibt den letzten Schritt einer E-Commerce Transaktion, nachdem sich ein Kunde bereits für ein Produkt entschieden hat, und dies nun bezahlen und versenden lassen will. Dieser Prozessschritt ist vergleichbar mit dem Gang zur Kasse im Supermarkt. Typischerweise gehören zum Checkout Prozess folgende Einzelschritte:

Die Conversion beschreibt im Bereich E-Commerce den Weg, den ein online Nutzer und potentieller Kunde zwischen einem Erstkontakt mit einem Werbemittel zu einem Produkt oder Dienstleistung (z.B. Eingabe eines Suchbegriffs in einer Suchmaschine) oder sonstigen Auslöser (z.B. Wahrnehmung eines Werbebanners, Empfehlung in sozialen Medien etc.)  bis zur Tätigung eines Kaufs oder einer Bestellung zurücklegt.

Ein http(s)-Cookie (auch Web-Cookie, Internet-Cookie, Browser-Cookie oder einfach nur Cookie genannt) ist ein Datenelement bzw. Identifikator, der von einer Website gesendet und vom Webbrowser des Benutzers auf dessen Computer gespeichert wird, während der Benutzer surft. Im Bereich des E-Commerce bekommt die Verwendung von Cookies besondere Bedeutung zu, insbesondere um einen früheren Besucher eines Shops wiederzuerkennen.

Im klassischen Marketing wird das Gesamtprozess vom ersten Kundenkontakt bis zum Abschluss eines Kaufs als eine Art Trichter betrachtet: Zu Beginn des Prozesses (in der "Awareness"-Phase) konkurrieren viele Zweige um die Aufmerksamkeit des Kunden, und diese Anzahl wird durch die verschiedenen Phasen des Kaufs reduziert. Das Marketing steuert die Berührungspunkte durch entsprechende (in der Vergangenheit eher einzelnen, wenigen) Marketingaktionen (TV-Spot, Zeitungsanzeige).

Dropshipping (zu Deutsch Streckengeschäft) ist im (digitalen) Handel eine Methode des Supply Chain Managements (Lieferkettenmanagement), bei dem der Anbieter bzw. Einzelhändler (Vendor) die Waren nicht selbst vorhält, sondern Bestellungen und Versanddetails seiner Kunden entweder an den Hersteller, einen anderen Einzelhändler oder einen Großhändler bzw. Importeur weiterleitet, der die Waren dann direkt an den Kunden versendet.

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