Social Commerce

Social Commerce (der „soziale & gesellschaftliche Handel“) ist eine Unterform des elektronischen Handels (E-Commerce), der insbesondere online Käufe basierend auf Interaktionen aus sozialen und online-Medien umfasst. Die Kaufentscheidung wird dabei meist auf Basis die Interaktionen und Nutzerbeiträgen und Bewertungen von Teilnehmern gefasst, welche in sozialen Medien (Facebook, Instagram oder sonstige Medien) durch Freundschaft oder gemeinsame Interessen („Followers“) und durch die Beobachtung von Influencern verbunden sind.

Der Begriff Social Commerce wurde ursprünglich vom Unternehmen Yahoo geprägt, das eine Reihe von kollaborativen Tools bereitgestellt hat, wie gemeinsame Auswahllisten, Benutzerbewertungen und sonstige nutzergenerierte Beiträge.

Das Konzept beruht darauf, dass Ratschläge, Empfehlungen, Erfahrungsberichte und Meinungen von bekannten, vertrauenswürdigen Personen häufiger zu einer Kaufentscheidung führen.

Die Verbindung in sozialen Netzwerken erlaubt insbesondere ähnliches Nutzerverhalten zu unterstützen:

-Markenaffinität durch ähnliche Interessen und Kaufverhalten von „Social Peers“ (Anwender und Kunden mit ähnlichen Interessen und Kaufverhalten)

-Anreiz zur Rückkehr zu Seiten bestimmter Marken und Produkte, dadurch dass verbundene Personen bestimmte Produkte und Seiten ‚liken‘ oder teilen.

-Bewertungen und Empfehlungen, Austausch von Erfahrungen mit Produkten und Dienstleistungen von Konkurrenten in Foren und Communities

Social Commerce ist durch eine Reihe von Eigenschaften geprägt:

  • Gegenseitigkeit - Wenn ein Unternehmen einer Person etwas kostenlos zur Verfügung stellt, wird diese Person das Bedürfnis empfinden, sich zu revanchieren, sei es durch einen erneuten Kauf oder durch gute Empfehlungen für das Unternehmen oder das Produkt.
  • Gemeinschaft - Wenn Menschen, eine Person oder eine Gruppe die gleichen Werte, Vorlieben, Überzeugungen usw. teilen, finden sie eine Gemeinschaft. Die Kunden sind einer Gemeinschaft mehr verpflichtet, in der sie sich akzeptiert fühlen. Das führt häufiger zu einem Kauf.
  • Sozialer Beweis – Etwa die Hälfte der potentiellen Käufer wendet sich an soziale Medien, um eine Kaufentscheidung vorzubereiten, erwartet Feedback und private Interaktion. Nutzer orientieren sich häufig an den Empfehlungen der Personen, die sich in ihrem beruflichen oder privaten Umfeld zu einem Produkt oder einer Dienstleistung äußern.
  • Autorität - Viele Menschen brauchen einen Beweis, dass ein Produkt von guter Qualität ist. Dieser Beweis kann auf den Empfehlungen anderer Personen beruhen, die das gleiche Produkt gekauft haben. Wenn es viele Benutzerbewertungen, insbesondre von anerkannten Personen, zu einem Produkt gibt, dann wird ein Verbraucher eher bereit sein, seiner eigenen Entscheidung zum Kauf dieses Artikels zu vertrauen.
  • Gefallen - Menschen vertrauen auf der Grundlage der Empfehlungen anderer. Wenn es viele "Vorlieben" für ein bestimmtes Produkt gibt, dann wird sich der Verbraucher beim Kauf dieses Produkts sicherer und berechtigter fühlen.
  • Knappheit - Als Teil von Angebot und Nachfrage wird Produkten, die entweder als sehr gefragt oder als knapp angesehen werden, ein größerer Wert beigemessen. Wenn eine Person davon überzeugt ist, dass sie etwas Einzigartiges, Besonderes oder nicht leicht zu erwerbendes kauft, wird sie daher eher bereit sein, einen Kauf zu tätigen.

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  • Kategorie: Glossar
  • Thema: E-Commerce
  • Titel: Social Commerce