Supply Chain

In der Wirtschaft und im Finanzwesen ist eine Supply Chain (im Deutschen „Lieferkette“) ein organisiertes System von Personen, Aktivitäten, Informationen und Ressourcen, die die Bereitstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung vom Ursprung (Gewinnung von Ressourcen), über die Produktion/Herstellung bis zur Bereitstellung beim Kunden sicherstellt und dokumentiert.

Supply-Chain-Aktivitäten umfassen die Umwandlung von natürlichen Ressourcen, Rohstoffen und Komponenten in ein fertiges Produkt, das an den Endkunden geliefert wird.

Ggf. umfasst die Supply Chain / Lieferkette auch den Weg eines Produktes nach Erreichen des Endes seines Produktlebenszyklus zurück zum Hersteller bzw. Verwerter. Supply Chain umfasst auch kaufmännische Aufgaben, wie die Kenntnisse von Kosten und Preisen entlang der Wertschöpfungskette.

Eine typische Supply Chain bzw. Lieferkette beginnt mit der ökologischen und politischen Regulierung der natürlichen Ressourcen, die zur Bereitstellung/Herstellung eines Produktes notwendig werden. In einer zweiten Phase erfolgt die Gewinnung der Rohstoffe durch den Einsatz von Menschen bzw. Maschinen und umfasst mehrere Produktionsschritte (z.B. Konstruktion von Komponenten, Montage bzw.  Zusammenbau). Anschließend erfolgen Transport (und. Ggf. Zwischenlagerung) bevor dann ein Produkt seinen endgültigen Bestimmungsort und seine geplante Verwendung findet.

Im der digitalisierten Welt findet die Supply Chain besondere Beachtung, da zu einer effizienten, transparenten, und ökonomische Abbildung der Einsatz von modernen Technologien und computergestützten Anwendungen unerlässlich sind. In der Regel sind in der Supply Chain eines Produktes unterschiedliche Unternehmen, Lieferanten, Kunden und Systeme beteiligt. Im Bezug auf E-Commerce findet auch meist die englische Bezeichnung Supply Chain statt der deutschen Bezeichnung Lieferkette Anwendung.

Kaum ein Unternehmen beherrscht die gesamte Lieferkette eines Produkts, vielmehr spezialisieren sich beteiligte Unternehmen auf den von ihnen beherrschten Ausschnitt in der Wertschöpfungskette.

Diese versuchen, ihre Einnahmen innerhalb ihres definierten Interessenbereichs zu maximieren, haben aber möglicherweise wenig oder kein Wissen und Interesse an den verbleibenden Akteuren und Prozessschritten in der Lieferkette.

Im Rahmen ihrer Bemühungen, ethische Praktiken zu demonstrieren, integrieren viele große Unternehmen und globale Marken Verhaltenskodizes und Richtlinien in ihre Unternehmenskultur und ihre Managementsysteme. Damit stellen die Unternehmen Anforderungen an ihre Lieferanten (Anlagen, Betriebe, Subunternehmer wie Reinigung, Kantine, Sicherheit usw.) und überprüfen durch entsprechende Audits, ob die geforderten Standards eingehalten werden.

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  • Kategorie: Glossar
  • Thema: E-Commerce