White Label

Unter „White-Label“ versteht man ein Produkt (oder eine Dienstleistung), das von einem Unternehmen vermarktet wird, welches nicht selbst der ursprüngliche Anbieter ist. Für Kunden sieht das Produkt so aus, als hätte der Vermarkter es selbst hergestellt.

Der Name „White Label“ (zu Deutsch „weißes Etikett“) stammt ursprünglich von einem weißen Etiketts auf der Verpackung, das mit dem Logo und Schriftzug des Vermarkters ausgefüllt werden konnte.

Die White-Label-Produktion wird häufig für massenproduzierte generische Produkte wie Elektronik, Konsumgüter und Softwarepakete verwendet.

Viele IT- und Marketingfirmen lagern White-Label-Produkte aus oder nutzen sie, um spezialisierte Dienstleistungen anzubieten, ohne in die Entwicklung eines eigenen Produkts investieren zu müssen.

Einige Websites verwenden White Labels, damit eine erfolgreiche Marke einen Service anbieten kann, ohne selbst in die Schaffung der Technologie und Infrastruktur selbst investieren zu müssen.

Das ist insbesondere bei komplexen Produkten und Angeboten der Fall, die eine Vielzahl von Komponenten und Funktionen anbieten, die der Anbieter in der Breite nicht selbst erbringen kann.

Viele Markenprodukte werden von Supermarktketten und Drogeriemärkten unter verschiedenen Markennamen angeboten, dahinter verbergen sich aber oft der gleiche Hersteller (Beispiel Waschmittel).

Auch lagern viele kleinere Banken ihre Finanzdienstleistungen oder Kreditkartenangebote regelmäßig an größere Banken und spezialisierte Dienstleister aus, die dann die Dienstleistungen und Kreditkarten als White Label-Karten gegen Gebühr und mit dem Logo der Bank ausgeben. In diesem Zusammenhang lässt sich neben dem reinen White Label auch das sogenannte „Co-Branding“ beobachten, bei welchem der Inanspruchnehmer neben seiner Marke auch die Marke des Dienstleisters angibt (Beispiel „Deutsche Bank Mastercard“).

Viele Softwareunternehmen bieten Agenturen oder anderen Kunden White-Label-Software an, einschließlich der Möglichkeit, die Software unter der Marke des Kunden weiterzuverkaufen oder als Software-as-a-Service („SaaS“) Lösung anzubieten. Dies erfordert in der Regel Funktionalitäten wie die Anpassung des visuellen Erscheinungsbildes der Software, die Verwaltung mehrerer Mandanten und die Verwendung von individuelllen Konfigurationsparametern (Customizing).

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  • Kategorie: Glossar
  • Thema: E-Commerce
  • Titel: White Label